AdBlocking with Pi-Hole

tl;dr:

I replaced a bind9 virtual server with Pi-hole [1] which is awesome for adblocking and also fullfils basic local DNS needs.

Requirements

  • Something where you can run a tiny virtual machine e.g. a NAS [2]
  • A minimalistic Linux setup e.g. Debian[3]
  • The Pi-hole [1] installer
  • Access to your router to change the local DNS server

Setup your Pi-Hole

If you are re-using an existing DNS server: make a snapshot before you start. After that uninstall your existing DNS server. For bind9 it works like this:

sudo apt-get remove --auto-remove bind9

Next you’ll ensure that your system is up to date and the required curl package is installed. I know there are some discussions about installing stuff via curl, but we keep this aside here because we know what we do ;-).

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get install curl
curl -sSL https://install.pi-hole.net | bash

The installer asks the main questions and adjusts the setttings of your server. When you are re-using an existing DNS server you should already have a fix internal IP address and the main settings should be all right already.

The main reason I have been using the bind9 DNS server before was the need for internal routing of domain names. The former setup was quite complicated for a very basic thing. With Pi-Hole in place its super easy to accomplish that: simply add your lines to the /etc/hosts file of your new Pi-Hole DNS server.

sudo nano /etc/hosts

# local servers
192.168.xxx.2 domain.name
192.168.xxx.3 example.com
192.168.xxx.4 sub.domain.name

As you can see in the example: subdomains are possible but wildcard domains and more sophisticated setups are not.

When you are done with the setup restart dnsmasq wit sudo service dnsmasq restart and configure your new DNS server in your ISP modem router to use this new server.

You can access a web user interface with some basic metrics and configuration via http://pi.hole/admin/. If some of your devices are already running adblocking software it might have fewer impact, like shown in the graph below.

Pi-Hole screenshot with basic metrics

Sources and Links

[1]Pi-Hole website
[2]NAS solutions from Synology or Qnap
[3]Debian installer

Vertrauen und Blockchain‎ Contracts

Am 8. Februar 2017 fand das Event “Vertrauen und Blockchain Contracts” im Museum of Digital Art in Zürich statt. Ein aus meiner Sicht sehr gut gelungenes Event, welches die wichtigsten Aspekte neuer Technologien allgemein und nicht nur für das Tagesthema Blockchain erfasst hat. Es braucht immer neben der Technologie auch eine Gesellschaft, die einen Nutzen hat und eine Rechtssprechung, die neuen Gegebenheiten gerecht wird. Dementsprechende Fragen wurden aufgeworfen, teils beantwortet und teils im Raum stehen gelassen. Die Zukunft wird diese übrigen Fragen beantworten.

Im Folgenden ein paar Zeilen als Zusammenfassung aus Sicht eines technisch interessierten Nicht-Entwickler auf der Suche nach dem Sinn hinter und Anwendungsmöglichkeiten von der Blockchain Technologie.

Blockchain nutzbar

Bild: Erst das Zusammenspiel von Technologie, Gesellschaft und Gesetzgebung ermöglichen es einen Mehrwert für alle Nutzerschichten zu erzeugen und schafft somit die Basis für Geschäftsmodelle.

Technologie

Aus der Technologie-Perspektive ist das Thema Blockchain schon recht weit vorangeschritten. Eine gewisse Stabilität ist zumindest beim bekanntesten Vertreter Bitcoin erreicht. Andere Umsetzungen wie zum Beispiel Etherum haben indes Schlagzeilen durch Fehler gemacht, die zu millionenschweren Verlusten geführt haben. Die dezentrale Struktur soll es verunmöglichen, dass eine einzelne Autorität Einfluss nehmen kann. Die Diskussion um Mögliche Schwächen zeigt: richtig in der Blockchain Welt ist, was 51% der Miner validieren. Schafft man es also, mehr als 51% der Miner-Aktivität unter Kontrolle zu bringen, so könnte man bestimmen was richtig ist. Schätzungen werden in den Raum geworfen, dass man dazu mehr als 250 Millionen Dollar aufbringen müsste. Bei einer Marktkapitalisierung der Bitcoin Währung von über 17 Milliarden Dollar ein durchaus vertretbarer Einsatz. Betrachtet man dazu noch die Tatsache, dass sich ein Grossteil der Mining-Aktivität in China abspielt, wo man nicht so genau weiss, wer den Mining-PC unter Kontrolle hat – der Nutzer oder der Staat – wirkt dieser Betrag nochmals geringer.

Gesellschaft

Sehr unterschiedlich ist die Akzeptanz der Gesellschaft zu bewerten. Besonders in Ländern mit schwacher Währung und hoher Inflation haben blockchainbasierte Crypto-Währungen eine höhere Akzeptanz. In Ländern mit stabilerer Wirtschaft handelt es sich eher um Experimentierlust und hier und da Spekulation. Eine kurze Umfrage im Publikum zeigt: keine anwesende Person würde Vermögen in Bitcoin anlegen. Verändert man jedoch den Fokus, sieht es ganz anders aus: die Frage wurde ein zweites Mal gestellt, nun mit der Prämisse, dass man argentinischer Staatsbürger ist. Auf einmal waren sich alle einig: Bitcoin soll es sein.

Gesetzgebung

Am wenigsten ist die Gesetzgebung bereit für Blockchain und Co. Die Frage “Ist Code = Law” macht die Runde und wird ziemlich deutlich beantwortet: Programmiert werden kann eine Vertragsausführung und -überwachung, nicht jedoch die Vertragseinwilligung oder dessen Durchsetzung. Ein einfaches Beispiel für den Einsatz von Blockchain und Smart Contracts ist das Leasing für ein Auto. Solange die monatlichen Raten gezahlt werden, kann das Auto genutzt werden. Trifft eine Zahlung nicht pünktlich ein, so bemerkt das der zugehörige Smart Contract und sperrt automatisch das Fahrzeug. Die betroffene Person hat nun zwei Probleme: kein Geld für die Leasingrate und keine Möglichkeit auf Arbeit zu fahren, um das Geld für die Lösung des ersten Problems zu verdienen. In der aktuellen Auslegung von Recht und Ordnung würde ziemlich rasch ein Kompromiss auf den Tisch kommen und die betroffene Person könnte weiter das Fahrzeug nutzen, um auf Arbeit zu gelangen. So wie Smart Contracts heute konzipiert sind, wäre dieser Kompromiss nicht mehr möglich. Auch das Konzept der Ermessensfrage, sowie Mindest- und Höchststrafmasse sind nicht umsetzbar.

Weitere Anwendungsbereiche

Am Rande wurden auch andere Anwendungsbereiche neben Crypto-Währungen diskutiert. Man ist sich einig, dass es weitere Anwendungsfälle gibt, bei denen man wertvolle Informationen verarbeiten und die Nachvollzieh- & Unveränderbarkeit von Transaktionen sicher stellen möchte. Ein schon breiter diskutierter Anwendungsfall ist die Identität von Personen. Die Unveränderbarkeit und Validierungsmechanismen der Blockchain sind zwar geeignet, jedoch kommt beim Thema Identifikation und Ausweiswesen schnell auch eine Autorität, nämlich der Staat ins Spiel, was fundamental gegen eine Blockchainanwendung spricht. Ein ähnliches Problem zeigen eVoting Szenarien. Die Technologie scheint prädestiniert. Neuere Umsetzungsversuche wie zum Beispiel z.cash erlauben es auch komplett anonymisierte Transaktionen (hier: das abgeben einer Stimme) durchzuführen. Geht man davon aus, dass nur eine zentrale Stelle die Währung (hier: Stimmen der Bürger) ausgeben kann, wäre dies sicher eine Möglichkeit ein sicheres eVoting System ohne signifikante Risiken für Datendiebstahl und Ausfälle zu konstruieren. Aber auch hier gibt es ein grosses Problem mit der Philosophie, dass eine echte Blockchain Anwendung niemals durch eine Autorität gesteuert wird.

zcash
Bild: Übersicht öffentliche & private Transaktionen bei z.cash, Quelle: https://z.cash/blog/anatomy-of-zcash.html

Auch wenn ich ein grosser Freund des Open Source Gedanken und der dezentralen Datenverarbeitung bin, befürchte ich, dass es in nicht allzu ferner Zukunft Applikationen geben könnte, die nur ähnlich wie Blockchains sind und von einer Autorität gesteuert werden. Versuche von Banken und Versicherern zeigen entsprechende Lösungen auf. Auch Gerüchte, das die Reichsten dieser Welt sich vorbei an Staat und Gesetzen in den ärmsten Ländern mit schwachen Währungen mittels Pseudo Crypto-Währungen bereichern, nehmen zu. Selbst die Verknüpfung der geltenden Gesetzeslage und Rechtsprechung mit den neuen technischen Möglichkeiten erfordern Kompromisse. Heute verfügbare Lösungen werden hier unter Umständen einiges an ihrem antiautoritären Charm einbüssen.

Links & Quellen

[1] Museum of Digital Art: http://muda.co/zurich/
[2] Event “Vertrauen und Blockchain‎ Contracts” https://digital-shift.org/vertrauen/
[3] Blockchain 101 – A Visual Demo https://anders.com/blockchain
[4] Diagramm: Blockchain Marktkapitalisierung https://blockchain.info/de/charts/market-cap
[5] z.cash https://z.cash/blog/anatomy-of-zcash.html